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Christkatholische Kirche St. Martin

AdresseKirchweg 17
4312 Magden
Telefon061 841 11 12

Bild: Christkatholische Kirche St. Martin
Christkatholische Kirche St. Martin


Beschreibung
Graf Ulrich von Lenzburg schenkte dem Chorherrenstift zu Beromünster die "Kirche Magden samt Hof, Weinberg und etlichem Zubehör". Die Anfänge der Kirche dürften jedoch - so ist aufgrund des St. Martins-Patroziniums zu schliessen - in fränkische Zeit zurückreichen, wahrscheinlich ins 7. Jahrhundert. Die heutige Anlage ist im Jahr 1620 in nachgotischen Formen neugebaut worden, unter Wiederverwendung des mittelalterlichen Glockenturms. Die drei axial aufgereihten, gegeneinander abgestuften Baukörper von Langschiff, Chor und Sakristei bilden mit dem stämmigen Käsbissenturm südseits des Chors ein harmonisches Ganzes. Die schmalen spitzbogigen Fenster, welche den Aussenbau gleichmässig gliedern, verraten eine für ländliche Verhältnisse ungewöhnlich feine und reiche gotische Profilierung.

Das Innere der schmucken Landkirche wurde um 1750 barockisiert und im frühen 19. Jh. mit den aus der profanierten Rheinfelder Kapuzinerkirche freigewordenen Rokoko-Altären neu ausgestattet. Ein an der Nordfassade zwischen Sakristei und Chor befindliches Beinhäuschen wurde um 1900 entfernt. Der Glockenturm enthält ein fünfstimmiges Geläut (fis - a - h - cis - e). Kircheninneres: Aus der alten Kirche ist der Taufstein aus dem 15. Jh. erhalten geblieben, der jetzt als Weihwasserbecken benützt wird.

Auf dem rechten Seitenaltar befindet sich eine spätgotische, in Lindenholz geschnitzte Marienstatue mit Kind aus der Werkstatt von Martin Lebzelter, der von 1490-1519 in Basel arbeitete. Bei dreizehn der vierzehn Stationenbilder handelt es sich um einheimisch ländliche Kunstwerke aus dem 17. Jh. Ein zunächst fehlendes Bild wurde von Pfarrer Peter Amiet als Ergänzung eigenhändig geschaffen. Die Kanzel sowie die Prozessionsstatue der Maria im Chor stammen aus der Zeit der Barockisierung der Kirche um 1750. Die drei eleganten Rokoko-Altäre sind wahrscheinlich um 1760/70 in der Werkstatt des bekannten Schwarzwälder Meisters Mathias Faller (1707-1790) entstanden.

Das Pfarrhaus wurde 1740 erbaut als Ersatz für einen 1633/34 von den schwedischen Truppen im Dreissigjährigen Krieg verwüsteten Vorgängerbau. Eine hübsche Wappentafel über dem Eingang, mit den Initialen M.I.V.R.A.Z.O., erinnert an die Bauherrin Maria Johanna von Roll, Äbtissin zu Olsberg.
Die Pfarrscheune stammt aus dem Jahr 1759 und dient heute als Versammlungsraum. Die danebenstehende Linde dürfte ebenfalls aus dieser Zeit stammen.

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