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Die Gleichaufshöhle (Sage 1)

Zwischen Magden und Maisprach, an der Kantonsgrenze, liegt die sogenannte Gleichaufshöhle. Sie hat ihren Namen von einem ehemaligen Schaffner des Stiftes Olsberg. Dieser war ein Betrüger, und sein Geist spukt heute noch an dem verrufenen Ort. Vor Gericht erklärte er den Bauern von Magden: «Es geht alles gleich auf; was ihr da auf der einen Seite zu wenig habt, kommt uns auf der andern zu gut. Es geht alles gleich auf». Seither heisst er der Gleichauf.
Er bestach auch die Richter, bestritt die Aussagen der gegnerischen Zeugen, und so verloren die Magdener den ganzen Waldberg, der dann dem Kloster zugesprochen wurde. Es half ihm aber nicht lange. Das Stift wurde aufgehoben, und der Wald gehört heute zum Hofe Iglingen. Was aus dem Gleichauf geworden ist, hat ein Mäher einst gesehen, der nachts im hellen Mondschein von seiner Wiese nach Iglingen heimging. Oben vom Herrlichkeitssteine her kam unter starkem Lärm ein doppelter Fuchs den Wald herab. Mit feurigen Augen lief er heulend allen Marken und Rainen nach von einem Grenzstein zum andern und strich im Dampfe wieder seiner Höhle zu.

Bild: Fuchs mit zwei Köpfen
 

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