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Die Gleichaufshöhle (Sage 2)

Am steilen südlichen Abhang des Oensberges, einer vornehmlich hügeligen Waldung im Gemeindebann von Magden, ist ein ins Berginnere führendes grosses Erdloch zu finden, das im Volksmund Gleichaufshöhle genannt wird. Noch soll der Geist einer sagenhaften Gestalt dort umgehen. Noch heute, nachdem sich bereits viel Schutt und Geröll im Erdloch angesammelt hat, ist durch einen etwa zwei Meter langen Gang, der nur kriechend bewältigt werden kann, eine grössere Felskammer erreichbar, die in den Ausmassen etwas kleiner ist als der unmittelbar beim Eingang liegende Hauptraum. Nach heute noch zugänglichen Quellen und nach Überlieferungen in Magden soll in längst verflossenen Tagen ein «grauer Mönch», zeitweise Bewohner von Iglingen, etliche Marchsteine auf den Feldern der Magdener Bauern zu seinen oder seines Auftraggebers Gunsten versetzt haben.
Die solchermassen um einen Teil ihres Besitzes gebrachten Magdener klagten den Übeltäter ein. Vor Gericht gestellt, meinte der sonderbare Gottesdiener: «Es geht gleich auf; was der andere weniger hat, habe ich mehr.» Darauf habe der graue Mönch vor der erzürnten Bevölkerung fliehen müssen, wobei er sich in die abgelegene Höhle im Oensberg, unweit Iglingen, zurückgezogen habe. Nach seinem endlich erfolgten Tode habe er die Ruhe nicht gefunden; vielmehr sei er zum feurigen Doppelfuchs geworden, der, zwei Köpfe tragend, nächtlicherweise seinen Unterschlupf in der Höhle verlasse und dabei in östlicher Richtung auf den Herrlichkeitsstein zugehe. Fährt der Sturmwind in die Höhlenöffnung am Oensberg, so ertönt ein eigenartiges Heulen, das von früheren Talbewohnern gern in Zusammenhang mit dem nicht zur Ruhe gekommenen «Gleichauf» gebracht wurde.

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